Kaffee – Das Fitnessgetränk

Kaffee ist nicht die Bohne ungesund. Vor einigen Jahren noch dachte man, dass regelmäßiger Kaffee-Konsum gesundheitsschädlich sei. Heute weiß man es besser: Zahlreiche Studien beweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist.
Laut der Aral-Studie „Trends bei Kaffee-Genuss 2012“ trinken rund 94 Prozent aller Bundesbürger über 18 Jahre jeden Tag Kaffee. Vor allem die Älteren greifen regelmäßig zur Kaffeetasse. Pro Jahr trinken die Deutschen durchschnittlich 150 Liter Kaffee, Tendenz steigend. Kaffee ist also das beliebteste Getränk der Deutschen – sogar noch vor Wasser und Bier. Das war nicht immer so. Im 18 Jahrhundert hielt man Kaffee mancherorts für wahres Teufelszeug, das man verbieten müsse. Die bischöfliche Stiftsregierung erließ 1768 umfangreiche Verbotslisten, die jeden Kaffeegenuss und vor allem den Handel unter drakonische Strafen stellte. Wer dennoch dabei erwischt wurde, musste 20 Taler Strafe zahlen und zudem zwei Stunden lang am Schandpfahl zum Gespött der Leute stehen.
Das alles konnte jedoch den Siegeszug des Kaffees nicht aufhalten. Dieser begann im 16. Jahrhundert im osmanischen Reich. Zuvor war der Kaffee durch Sklavenhändler von Äthiopien – dem Ursprungsland des Kaffees – nach Arabien gelangt. Ab dem 17. Jahrhundert wurden Kaffeepflanzen von den Holländern nach Java, Surinam und Brasilien verbracht und breiteten sich von dort aus schnell über die ganzen Tropen aus.
Heute gelten als wichtigste Sorten der Robusta – und der Arabica – Kaffee. Der Arabica – Kaffee hat ein reiches Aroma und der Robusta zeichnet sich durch einen doppelt so hohen Koffeingehalt aus. Neben diesen beiden gibt es noch zahlreiche andere Kaffeesorten. Die teuerste Kaffeesorte der Welt – 250g kosten ca. 90 Euro – nennt man „Kopi Luwak“. Sie entsteht dadurch, dass die Schleichkatzenart Luwak besonders gerne reife Kaffeekirschen frisst und wieder unverdaut Bohnen ausscheidet, die weniger Bitterstoffe enthalten, weil diese im Magen-Darm-Trakt der Katze durch Fermentation reduziert wurden.

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